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		<title>Adlergestell 1: Spontanes Erfinden</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 07:01:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[How-to-write]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ein Thriller entsteht. Schritt 1 Ich denk mir eine Geschichte aus Der Protagonist der Geschichte sei Paul Lohmann, wohnhaft in Berlin-Rudow, so um die 60. Lohmann sei bei einem Fernlehrinstitut beschäftigt; er bearbeite die Hausaufgaben von Studierenden eines Fernlehrgangs. Das könne er in aller Regel vom heimischen Computerarbeitsplatz aus erledigen. Die Lohmanns &#8211; also [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=87&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Wie ein Thriller entsteht. Schritt 1 Ich denk mir eine Geschichte aus</h5>
<p><span style="color:#808080;">Der Protagonist der Geschichte sei Paul Lohmann, wohnhaft in Berlin-Rudow, so um die 60. Lohmann sei bei einem Fernlehrinstitut beschäftigt; er bearbeite die Hausaufgaben von Studierenden eines Fernlehrgangs. Das könne er in aller Regel vom heimischen Computerarbeitsplatz aus erledigen.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Die Lohmanns &#8211; also Paul und seine Frau Greta &#8211; wohnten im Südosten von Berlin, nämlich im Ehrenpreisweg in Rudow. Die dreißigjährige Tochter sei in England verheiratet.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Die Geschichte spiele in der Gegenwart.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Paul Lehman findet unter seiner Post einen Brief, adressiert an K. Lehmann in Berlin, die Adresse ist durch Nässe teilweise nicht eindeutig entzifferbar. Flüchtig gelesen könnte man auch Paul Lohmanns Anschrift herauslesen. So erscheint die fehlerhafte Zustellung durch den Briefdienst plausibel.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Lohmann nimmt den Brief an Lehmann mit, als er am frühen Abend in die Stadt fährt. Er hat im Telefonbuch.com die richtige Adresse gefunden. Eine Frau Katarina Lehmann wohnt nicht weit von Lohmann, Straßenname und Postleitzahl könnten stimmen. Lohmann findet die Adresse, ein freistehendes Einfamilien-Haus in einer Neubausiedlung mit vielen kleinen Häuschen von mehr oder weniger geschmackvollem Design, die Besitzer sind anscheinend nicht arm, haben kleine Kinder.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Genau in dem Augenblick, als Lohmann vor dem Haus parkt, gibt es in dem Haus eine gewaltige Explosion, die Fenster werden nach außen gedrückt.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Lohmann ruft sofort die Polizei und nähert sich der Haustür, als eine zweite Explosion erfolgt. Jetzt traut sich Lohmann nicht ins Haus, aber die Feuerwehr und die Polizei kündigt sich schon an und ist eine Minute später am Ort. Lehmanns Personalien werden aufgenommen, L. erzählt von dem Zweck seiner Anwesenheit nichts, er erwähnt den Brief nicht.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Die Feuerwehr bringt mehrere Personen auf Tragen aus dem Haus.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Am nächsten Tag liest Lohmann in der Zeitung, dass die ganze Familie Lehmann, also Frau und Herr Lehmann und ihre zwei Söhne tödlich verletzt wurden. Die Polizei spricht von zwei Sprengsätzen, steht vor einem Rätsel.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Lohmann liest den Brief an Frau Lehmann. Er liest, dass Frau Lehmann bedroht wird. Falls sie nicht auf das Angebot des Absenders einging und wenn sie weiterhin den Keller &#8220;zweckfremd nutzen&#8221; würde die Familie &#8220;den nächsten Urlaub&#8221; nicht genießen können.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Der Plot: Lehmanns gehören zu einer Gruppe von Häuslebauern, die die Grundstücke von Adlergestell GmbH&amp;Co, Kg erworben haben. Adlergestellgeschäftsführer Slavko Ziceck weiß, dass der Boden der Grundstücke hochgradig verseucht ist. Die Grundstückskäufer werden mit gefälschten Gutachten getäuscht. Die zuständigen Behörden haben korrupte Mitarbeiter.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Lehmanns schöpfen Verdacht und beginnen im eigenen Keller mit der Entnahme von Bodenproben. Das Aufstemmen des Kellerbodens fällt anderen (bösen) Nachbarn auf und diese benachrichtigen Slavko Ziceck.</span></p>
<p><span style="color:#808080;">(Der Nachbarn, Klaus Schwarze, hat auch Verdacht geschöpft, wollte aber keinen Vermögensverlust riskieren &#8211; hat aber aus Angst vor Vermögensverlust der Geschäftsführung den Hinweis gegeben, dass Lehmanns heimlich im Keller Bodenproben sammeln&#8230;)</span></p>
<p><span style="color:#808080;">Ziceck ist Mitglied einer osteuropäisch gesteuerten Mafiabande.</span></p>
<p>Thema ist also organisierte Kriminalität, kommunale Korruption, Nachbarschaftskonflikte.</p>
<p>Mein Manko: weder kenn ich die Immobilienbranche noch Interna der Kriminalpolizei geschweige denn die Strukturen und Gepflogenheiten osteuropäischer Mafiabanden. Auch die Tätigkeit im Stadtrat kenn ich nur vom Hörensagen.</p>
<p>Alles muss ich mir ausdenken.</p>
<p>Der schlimmste Fehler meiner Konstruktion: Lohmann kann gar nicht ermitteln, also Leute ausfragen, Tatorte besichtigen, Indizien sammeln.</p>
<p>Er kann den Plot gar nicht vorantreiben.</p>
<p>Ich muss ganz anders an die Sache rangehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/87/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/87/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=87&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Adlergestell oder Wie ich einmal einen Thriller erfinden wollte</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[How-to-write]]></category>

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		<description><![CDATA[Nehmen wir mal an &#8230; &#8230; ich komme eines Tages auf die Schnapsidee, einen Thriller zu schreiben. Nur so, nur für mich. Ob dabei ein Buch entsteht oder ein Hörspiel oder ein Drehbuch ist gleichgültig. Höchstwahrscheinlich entsteht weder das eine noch das andere noch irgendetwas. Aber ich tu mal so, als ob ich einen Thriller [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=64&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir mal an &#8230;</p>
<p>&#8230; ich komme eines Tages auf die Schnapsidee, einen Thriller zu schreiben. Nur so, nur für mich. Ob dabei ein Buch entsteht oder ein Hörspiel oder ein Drehbuch ist gleichgültig. Höchstwahrscheinlich entsteht weder das eine noch das andere noch irgendetwas. Aber ich tu mal so, als ob ich einen Thriller schreibe. Hier in meinem Blog schreibe ich auf, wie ich vorgehe und wie ich scheitere.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/64/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/64/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=64&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Redesituationen und Kuckzweck</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 07:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleist (1) erzählt die Geschichte so: der  Revolutionär Mirabeau wird im Auftrag des (Noch-)Königs gefragt, wann er mit seinen Leuten der königlichen Anordnung folgen würden, den Sitzungssaal der Ständeversammlung zu verlassen. Kleist: »Ja«, antwortete Mirabeau, »wir haben des Königs Befehl vernommen« &#8211; ich bin gewiß, daß er, bei diesem humanen Anfang, noch nicht an die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=54&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleist (1) erzählt die Geschichte so: der  Revolutionär Mirabeau wird im Auftrag des (Noch-)Königs gefragt, wann er mit seinen Leuten der königlichen Anordnung folgen würden, den Sitzungssaal der Ständeversammlung zu verlassen. Kleist: »Ja«, antwortete Mirabeau, »wir haben des Königs Befehl vernommen« &#8211; ich bin gewiß, daß er, bei diesem humanen Anfang, noch nicht an die Bajonette dachte, mit welchen er schloß: »ja, mein Herr«, wiederholte er, »wir haben ihn vernommen« &#8211; man sieht, daß er noch gar nicht recht weiß, was er will. »Doch was berechtigt Sie« &#8211; fuhr er fort, und nun plötzlich geht ihm ein Quell ungeheurer Vorstellungen auf &#8211; »uns hier Befehle anzudeuten? Wir sind die Repräsentanten der Nation.«<br />
Und dann zitiert Kleist die mächtigen Sätze, mit denen Mirabeau den königlichen Zeremonienmeister runterputzt.<br />
Kleist weiter: »Man liest, daß Mirabeau sobald der Zeremonienmeister sich entfernt hatte, aufstand, und vorschlug: 1) sich sogleich als Nationalversammlung, und 2) als unverletzlich, zu konstituieren. Denn dadurch, daß er sich, einer Kleistischen Flasche gleich, entladen hatte, war er nun wieder neutral geworden, und gab, von der Verwegenheit zurückgekehrt, plötzlich der Furcht vor dem Chatelet, und der Vorsicht, Raum.«<br />
»Dies ist eine merkwürdige Übereinstimmung zwischen den Erscheinungen der physischen und moralischen Welt, welche sich, wenn man sie verfolgen wollte, auch noch in den Nebenumständen bewähren würde. Doch ich verlasse mein Gleichnis, und kehre zur Sache zurück.«</p>
<p>Mich interessiert, ob Kleist sich an anderer Stelle mit dieser »&#8230;merkwürdige(n) Übereinstimmung zwischen den Erscheinungen der physischen und moralischen Welt&#8230;« befasst hat.</p>
<p>Einem Mann, dem man aus therapeutischen Gründen die Nervenverbindung zwischen den Gesichtsnerven und dem Gehirn unterbrechen musste konnte weiterhin einwandfrei artikulieren; selbst als man ihn bei einem Test durch einspielen von weißem Rauschen jede akustische Verbindung zu seinen eigenen Sprachäußerungen nahm, artikulierte er normal.<br />
»Das Beispiel zeigt, dass es im Gehirn Nervenzellen gibt, die unabhängig von den äußeren Sinnesimpulsen der Körpereigenwahrnehmung und der akustischen Signale tätig sein können. Solche Nervenzellen sind dann bereit, auf die Impulse des Gehirns stärker einzugehen. Die unglaubliche Selbstorganisationsleistung des menschlichen Gehirns findet in solchen Zellen ihren Ansatzpunkt. Gäbe es diese Zellen nicht, könnten interne Rückkopplungsschleifen ihre Effekte nicht so präzise auslösen, da die angezielten und die anzielenden Nervenzellen mit der externen Informationsverarbeitung bereits weitgehend belegt wären. Die menschliche Sprechmotorik mit ihren steuernden Neuronen stellt einen archimedischen Punkt bzw. ein «archimedisches Netzwerk» für die Weiterentwicklung von Komplexitätsstufen der Kognition dar. Für die Risikoeinschätzung ziehen wir uns auf den Innenraum zurück und schreiben der Außenwelt das Risiko zu.« (2)</p>
<p>Weil wir das, was wir sprechen können auch ohne zu sprechen denken können, sind wir fähig, komplexe kognitive Operationen auszuführen &#8211; »nur im Kopf«. (Die Gedanken sind frei!).<br />
Aber solche Gedanken, die wir nicht sprechen können (z.B. weil wir uns die passende Redesituation nicht vorstellen können) können wir auch nicht denken.<br />
Vielleicht schaut mancher, der wenig erlebt, gerne Fernsehen, weil er sich dann Rede-Situationen ausdenken kann, die er sich ohne Fernsehen nicht ausdenken und darum manche komplexe kognitive Operation nicht ausführen kann.</p>
<p>Ich vermute, dass besonders die Werbung diesen Kuckzweck nutzt.</p>
<p>(1) Heinrich von Kleist (1805), Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden<br />
(2) Linke, Detlef Bernhard: Religion als Risiko : Geist, Glaube und Gehirn Reinbek bei Hamburg 2003</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/54/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=54&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was tust du, Gertrud?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 17:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich, also vor ein paar Jahren, fragte mich meine Schwester, ob ich verstehen könnte, was die Tauben gurren? Nein, nicht. Vielleicht so &#8216;Gurr-gurr-gur&#8217;? Sagt meine Schwester: Wenn du genau hinhörst, dann gurren die Tauben so: &#8216;waas toost-tu görtruut&#8217;  (Was tust du, Gertrud?) Probier es aus, es stimmt. Der Winter ist vorbei und seit einigen Tagen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=48&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, also vor ein paar Jahren, fragte mich meine Schwester, ob ich verstehen könnte, was die Tauben gurren?<br />
Nein, nicht. Vielleicht so &#8216;Gurr-gurr-gur&#8217;? Sagt meine Schwester: Wenn du genau hinhörst, dann gurren die Tauben so: &#8216;waas toost-tu görtruut&#8217;  (Was tust du, Gertrud?)</p>
<p>Probier es aus, es stimmt.</p>
<p>Der Winter ist vorbei und seit einigen Tagen gurren wieder die Tauben vor meinem Balkon.</p>
<p>Und seit neulich kann ich sie alle unterscheiden. So höre ich, dass unter den Tauben, die in diesem Frühjahr bei mir in der Pappel sitzen, andere sind, als die im vorigen Jahr hier waren.</p>
<p>Denn seit ich weiss, &#8216;was&#8217; die Taube gurrt, kann ich unterscheiden, &#8216;wie&#8217; sie gurrt. Jede hat ihre individuelle Aussprache.<br />
Wäre ich dabei stehen geblieben, die jedenTaube lediglich &#8216;gang-grrru-guruú-u&#8217; (http://de.wikipedia.org/wiki/Stadttaube) gurren zu hören, so wäre mir die Unterscheidung schwer, denn ich könnte die Differenz zur Gurre-art (hier brauchts doch einmal den &#8216;Deppentrennstrich&#8217;) der anderen Taube nicht verstehen.</p>
<p>Differenzen zwischen der Ausdrucksweise beim Sprechen bestimmter Sätze, vor allem von Fragesätzen sind höchst bedeutsam. Wenn meine nicht selten mißlaunige Mutter durch die Wohnung rief: &#8216;Was tust du, Gertrud?&#8217; dann wussten auch wir als Geschwister von Gertrud, was die Uhr geschlagen hatte.</p>
<p>Philosophisch gewendet:<br />
Ich habe zwischen dem Taubengurren schon immer Unterschiede wahrgenommen. Tauben gurren mal so und mal so. Seit ich aber dem Taubengurren einen Sinn ablauschen kann, kann ich diese Unterschiede beschreiben, das heißt ich kann die Unterschiede differenzieren.<br />
Unterschied und Differenz. Ich bediene mich einer Erörterung der beiden Begriffe in &#8216;Nichts und Zeit&#8217; *).</p>
<p>«Selbstredend ist das, was auf Anhieb Unterschied genannt wurde, genau genommen vielerlei: Verschiedenheit, Kontrast, Divergenz, Disproportion, Distanz, Andersheit, Abweichen und Abheben, Gegensatz, Dissonanz, Dissens, Dissimination usw. usf.»</p>
<p>Erst wenn man die unterschiedlichen Unterschiede &#8216;heraushören&#8217; kann, ist man in der Lage, Differenzen zu erkennen und um Unterschiede zu unterscheiden muss man sich denken können, um welche Differenzen es gehen könnte.<br />
Dann entwickelt man eine Theorie &#8211; und die muss natürlich falsifizierbar sein. Ob man dann aber seine Theorie wirksam falsifiziert, das hängt davon ab, wie korrupt, rechthaberisch und müde man ist.</p>
<p>*) Schmidt, Hartwig Nichts und Zeit. Metaphysica dialectica &#8211; urtümliche Figuren Felix Meiner Verlag Hamburg 2007 ISBN 978-3-7873-1840-7</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/48/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=48&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wir haben abgeschrieben!</title>
		<link>http://ehrenpreis.wordpress.com/2011/02/19/auch-ich-habe-abgeschrieben/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 08:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cogito]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Quellenangabe]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Text so umzuformulieren, dass er ganz anders aussieht, als das Original, aber dessen Inhalt nicht verliert oder verändert &#8211; das erfordert viel Anstrengung und Hirnschmalz. Darum ist es sinnvoll, weil zeitsparend, dass Zitate erlaubt sind, sowohl wörtliche (siehe&#8230;) als auch sinngemäße (vergl.), aber immer schön mit nachprüfbarer Quellenangabe &#8211; und natürlich in Maßen. Und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=42&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Text so umzuformulieren, dass er ganz anders aussieht, als das Original, aber dessen Inhalt nicht verliert oder verändert &#8211; das erfordert viel Anstrengung und Hirnschmalz. Darum ist es sinnvoll, weil zeitsparend, dass Zitate erlaubt sind, sowohl wörtliche (siehe&#8230;) als auch sinngemäße (vergl.), aber immer schön mit nachprüfbarer Quellenangabe &#8211; und natürlich in Maßen. Und genau da ist der Haken: das zulässige Maß lässt sich nicht immer einhalten: kann ich denn dafür, dass ich so kongenial bin?</p>
<p>Wieviel manchmal kostbare, immer aber teure Arbeitszeit verbringen die Berufsformulierer in unserer Nation wohl damit, Texte umzuformulieren? Bei den Hausaufgaben der Schüler und Studierenden ist solcherlei Zeitvertreib ja von gewissem Nutzen, weil er einen Lerneffekt haben kann.</p>
<p>Aber wie verhält es sich mit den vielfältigen Projektanträgen, Bewerbungen, Partei- und Schulprogrammen, Evaluationsberichten, Gutachten und all dem abgezwungenen Schriftzeug, das originell erscheinen soll aber doch nur die x-te Variante darstellt?</p>
<p>Es braucht dringend eine Kampagne unter dem Motto <strong>&#8220;Wir haben abgeschrieben!&#8221;</strong> &#8211; nicht nur um unserem Minister Solidarität zu erweisen, sondern um der großen Zeitverschwendung für das Umformulieren entgegenzutreten! (<a title="Stern vom 6. Juni 1971" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wir_haben_abgetrieben!" target="_blank">Vergl.</a>)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/42/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/42/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=42&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Das Abfalldilemma</title>
		<link>http://ehrenpreis.wordpress.com/2011/02/03/das-abfalldilemma/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 08:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltbewusstsein]]></category>

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		<description><![CDATA[Informationen über Umweltverschmutzung unterstützen die moderne Doppelmoral, solange sie nicht an den Nahbereich gekoppelt werden. Dadurch, dass sie als Tatsachen präsentiert werden, auf die der Einzelne keinen Einfluss hat, sondern die technisch angegangen werden müssen, wird er der Verantwortung enthoben. Ohne Verantwortung ist er jedoch Gestaltungsmöglichkeiten und seiner Meinung beraubt. Durch diesen Mechanismus betrügt sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=37&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Informationen über Umweltverschmutzung unterstützen die moderne Doppelmoral, solange sie nicht an den Nahbereich gekoppelt werden. Dadurch, dass sie als Tatsachen präsentiert werden, auf die der Einzelne keinen Einfluss hat, sondern die technisch angegangen werden müssen, wird er der Verantwortung enthoben. Ohne Verantwortung ist er jedoch Gestaltungsmöglichkeiten und seiner Meinung beraubt. Durch diesen Mechanismus betrügt sich die Gesellschaft gut und gerne. Informationen über Umweltverschmutzung dienen dann als Warnung, die nicht zum Umdenken anregt, sondern dazu, dass man den Abfall oder sich selbst rechtzeitig verschieben (flüchten) kann. Der Versuch einer technischen Entlastung hinsichtlich des Abfallproblems muss scheitern, weil man damit das Abfalldilemma zwischen Körperlichkeit und Abstraktion auf die Seite der Abstraktion verschiebt. Dadurch ent fernt man sich noch weiter von den Dingen und produziert noch mehr Abfall. Die Vermutung liegt nahe, dass es modernen Gesellschaften nicht darum geht, das Abfallproblem zu lösen, sondern Unlust, sinnlich unangenehm Erfahrbares, zu vermeiden. Aufrichtig wäre es, sollte wirklich der Wunsch bestehen, das Abfallproblem zu lösen, den Abfall in der körperlichen Nähe zu belassen und damit das Problem anzuerkennen.</p></blockquote>
<p>Abfall – eine Tatsache ohne Meinung<br />
Doktorarbeit &#8211; vorgelegt von Daniel Pick<br />
betreut von PD Dr. Andreas Nebelung<br />
Giessen im Januar 2003</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/37/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/37/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=37&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Negativ bestimmte Ziele</title>
		<link>http://ehrenpreis.wordpress.com/2011/01/28/negativ-bestimmte-ziele/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 05:17:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Aversion]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>

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		<description><![CDATA[B. Das Phänomen negativ bestimmter Ziele I. Zum Zielcharakter des Nicht-Wollens Nach den Vorstellungen der klassischen Entscheidungstheorie beschreiben Ziele künftige, gewollte Zustände einer gestaltbaren Realität. Sie liefern damit zugleich Kriterien, unter denen die zur Wahl stehenden Alternativen zu beurteilen sind. Ziele stellen damit „Erfüllungsanforderungen&#8221;: Sie postulieren „&#8230; Merkmale, die gegeben sein müssen, damit das Ziel [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=35&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>B. Das Phänomen negativ bestimmter Ziele</p>
<p>I. Zum Zielcharakter des Nicht-Wollens Nach den Vorstellungen der klassischen Entscheidungstheorie beschreiben Ziele künftige, gewollte Zustände einer gestaltbaren Realität. Sie liefern damit zugleich Kriterien, unter denen die zur Wahl stehenden Alternativen zu beurteilen sind. Ziele stellen damit „Erfüllungsanforderungen&#8221;: Sie postulieren „&#8230; Merkmale, die gegeben sein müssen, damit das Ziel als erfüllt gelten kann&#8221;. Die Alternativen sind demgegenüber durch ihr Zielerfüllungspotential&#8221; bestimmt, d.h. durch ihre unverwechselbare Eignung, die Ziele zu erfüllen. Die Alternative, die den Erfullungsforderungen des Ziels oder der Ziele „am besten&#8221; (wie immer das auch bestimmt werde) entspricht, wird ausgewählt. Es ist das Wollen des Entscheidungsträgers, das einzelne Eigenschaften der Alternativen positiv bestimmt, als wünschenswert auszeichnet. Diese Perspektive soll hier um ihre konverse Variante ergänzt werden: Der Entscheidungsträger gibt an, was er nicht will, welche Eigenschaften die von ihm auszuwählende Alternative nicht aufweisen soll. So gesehen sind Alternativen nicht nur Erfüllungspotentiale, sondern auch Vermeidungspotentiale. Es ist das Nicht-Wollen des Entscheidungsträgers, das einzelne Eigenschaften der Alternativen negativ bestimmt, als zu vermeidende bezeichnet.</p>
<p>Dabei bleibt der Ziel-Charakter als „genereller Imperativ&#8221; durchaus erhalten: Der Entscheidungsträger will durch seine negative Zielbestimmung nicht etwa eine einzelne Alternative ausschalten, sondern alle, die dem negativ bestimmten Ziel entsprechen, also Eigenschaften aufweisen, die nicht gewollt sind.</p>
<p>Dem Entscheidungs-Praktiker sind negativ bestimmte Ziele wohl vertraut. {Hauschildt, Jürgen [1978] Negativ-Kataloge in Entscheidungszielen: Instrument zur Steuerung von Entscheidungsprozessen; B. Das Phänomen negativ bestimmter Ziele; I. Zum Ziel-Charakter des Nicht-Wollens}</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/35/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/35/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=35&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kriegsalltag</title>
		<link>http://ehrenpreis.wordpress.com/2011/01/27/30/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 21:56:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsphilosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Kriegsalltag]]></category>

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		<description><![CDATA[28. Januar 1942 Die Winterkälte ist bis auf 20 Grad Minus gesunken. Der Rhein ist zugefroren. Vom 24. zum 25. Januar setzt Schneefall ein in einer Fülle, wie er selten hie erlebt wurde, (nach Radio nicht mehr seit 125 Jahren). Am Sonntag, dem 25. Januar, leidet der Kirchenbesuch darunter sehr. Fast die Hälfte der Kirchenbesucher [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=30&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>28. Januar 1942</p>
<p>Die Winterkälte ist bis auf 20 Grad Minus gesunken. Der Rhein ist zugefroren. Vom 24. zum 25. Januar setzt Schneefall ein in einer Fülle, wie er selten hie erlebt wurde, (nach Radio nicht mehr seit 125 Jahren). Am Sonntag, dem 25. Januar, leidet der Kirchenbesuch darunter sehr. Fast die Hälfte der Kirchenbesucher weniger! Unsere Gedanken und Sorgen sind aber im Osten bei unseren Soldaten, die gegen Feind und schlimmste Kälte ihren Mann stehen. In dieser Woche müssen wir wiederum den Tod dreier braver Jungmänner im Osten melden: Willy Olfen, Ernst Meyer, Joseph van de Laak wurden fern im Osten irgendwo begraben. Gott gebe ihnen den ewigen Frieden. Auch Hrch. Hübbers, ein junger Ehemann, an der Spoy, hinterlässt in Betrübnis Gattin und Eltern.</p>
<p>Licht und Schatten &#8211; Chronik von St. Willibrord in Kellen 1933 &#8211; 1945<br />
Ein Tagebuch von Pastor Bullmann, Ehrendechant<br />
<a title="http://www.heimat-kleve.de/geschichte/bullmann/bullmann.htm" href="http://www.heimat-kleve.de/geschichte/bullmann/bullmann.htm">http://www.heimat-kleve.de/geschichte/bullmann/bullmann.htm</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ehrenpreis.wordpress.com/30/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ehrenpreis.wordpress.com/30/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=30&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Tisch des Philosophen</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 07:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ehrenpreis</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konstruktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tisch ist ein Tisch oder der Tisch des Philosophen «Immer derselbe Tisch», sagte der Mann, «dieselben Stühle, das Bett, das Bild. Und dem Tisch sage ich Tisch, dem Bild sage ich Bild, das Bett heißt Bett, und den Stuhl nennt man Stuhl. Warum denn eigentlich?» (*Peter Bichsel, Ein Tisch ist ein Tisch. Suhrkamp, Frankfurt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ehrenpreis.wordpress.com&amp;blog=19148808&amp;post=5&amp;subd=ehrenpreis&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Ein Tisch ist ein Tisch<br />
oder<br />
der Tisch des Philosophen</h5>
<div>
<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; }p.western { font-family: "Calibri",sans-serif; }h2 { margin-bottom: 0.21cm; }h2.western { font-family: "Calibri",sans-serif; } --></p>
<p>«Immer derselbe <strong>Tisch</strong>», sagte der Mann, «dieselben Stühle, das Bett, das  Bild. Und dem Tisch sage ich Tisch, dem Bild sage ich Bild, das Bett  heißt Bett, und den Stuhl nennt man Stuhl. Warum denn eigentlich?» <span style="color:#3366ff;">(*Peter Bichsel, <em>Ein Tisch ist ein Tisch.</em> Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995.) </span>Mit dem Mut der Verzweiflung bennent der alte Mann in Peter Bichsels Geschichte den <strong>Tisch</strong> um. Er nennt ihn Teppich. Und den Teppich nennt er Schrank und den Schrank nennt er Zeitung u.s.w.</p>
<p>Es ändert sich nix an der Welt, aber er kann sich mit den anderen Leuten nicht mehr verständigen.</p>
<p>Die  Idee, die Gegenstände in seinem Zimmer umzubenennen entspringt einem  Mutwillen aus Langeweile und der Beliebigkeit der Namen.  Wie Bateson  und Jackson einmal bemerkten, »hat die Zahl 5 nichts besonders Fünfartiges an sich und das Wort ›<strong>Tisch</strong>‹ nichts besonders Tischähnliches« <span style="color:#3366ff;">(Bateson, Gregory, Don D. Jackson: »Some Varieties of Pathogenic Organization)</span>«</p>
<p>Das klingt lustig; aber so ganz ohne ist der &#8220;Tisch&#8221; nicht. <span id="more-5"></span>Sartre:«Als sinnliches Bezugszentrum ist der Körper das, jenseits dessen ich bin, insofern ich unmittelbar bei dem Glas oder dem <strong>Tisch</strong> oder dem fernen Baum, den ich wahrnehme, anwesend bin.» <span style="color:#3366ff;">(Jean-Paul Sartre, Sein und Nichts, S.576)</span></p>
<p>Der Tisch als sinnliches Bezugszentrum macht aus der Fleischmasse, die meinen Namen trägt, einen Körper: Ein Körper ist insofern Körper, als sich diese Fleischmasse, die er ist, durch den <strong>Tisch</strong>, den er betrachtet, den Stuhl, nach dem er greift, das Trottoir, auf dem er geht usw., definiert. <span style="color:#3366ff;">(Jean-Paul Sartre, SuN, 607)</span></p>
<p>Und dann drückt mir der Tisch die Hand: Die Hand liegt auf dem <strong>Tisch</strong> und „empfindet“ einen Druck, (&#8230;). Das alles ist wahrgenommen und gehört zugleich zur Leibeswahrnehmung.<span style="color:#3366ff;"> (Husserl, Edmund: Wahrnehmung und Aufmerksamkeit. Texte aus dem Nachlass 1893-1912)</span></p>
<p>Damit nicht genug. Ein unbefangener Mensch weiß sich vom Tisch angeblickt: Zu betonen, daß wir damit nicht behaupten, daß er von Stuhl, <strong>Tisch</strong> oder Bild effektiv gesehen werde, ist überflüssig. Was wir behaupten,  ist allein, daß es zu seiner unbefangenen „Weltanschauung&#8221; gehöre, sich  als „von der Welt angeschaut&#8221; zu betrachten.  (&#8230;) Der Gedanke, daß der  Stuhl, auf dem wir zu sitzen pflegen; der <strong>Tisch</strong>, an dem wir  täglich schreiben; ja sogar unser Spiegel uns noch niemals gesehen haben  und uns nicht kennen; (&#8230;) und daß wir, von einer Welt stockblinder  Dinge umringt, sehend-ungesehen unser Leben zu absolvieren haben —  dieser Gedanke ist von so abenteuerlicher Befremdlichkeit, daß man  geradezu „Luft von anderen Planeten&#8221; zu spüren vermeint und sich nur  schwer des Gefühls erwehren kann, sich die gespensterhaften  Lebensbedingungen auf einer verdunkelten anderen Welt vor Augen geführt  zu haben. <span style="color:#3366ff;">(Anders, Günther: Die Antiquiertheit des Menschen. Über die  Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution; C. H.  Beck&#8217;sche Verlagsbuchhandlung München 1956; S.79)</span></p>
<p>Jetzt können wir fragen: <span style="text-decoration:underline;">wer</span> ist der Tisch?</p>
</div>
<p>«Es ist sinnenklar, daß der Mensch durch seine Tätigkeit die Formen  der Naturstoffe in einer ihm nützlichen Weise verändert. Die Form des  Holzes zum Beispiel wird verändert, wenn man aus ihm einen <strong>Tisch</strong> macht.  Nichtsdestoweniger bleibt der <strong>Tisch</strong> Holz, ein ordinäres sinnliches Ding.  Aber sobald er als Ware auftritt, verwandelt er sich in ein  sinnlich-übersinnliches Ding. Er steht nicht nur mit seinen Füßen auf  dem Boden, sondern er stellt sich allen anderen Waren gegenüber auf den  Kopf und entwickelt aus seinem Holzkopf Grillen, viel wunderlicher, als  wenn er aus freien Stücken zu tanzen begänne.» <span style="color:#3366ff;">(Karl Marx, MEW XXIII,  85)</span></p>
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<p>Ist der Tisch ein übersinnliches Ding? Zeigt sich vielleicht im Traum seine Wahrheit?</p>
<p><strong>Tische</strong>, gedeckte <strong>Tische</strong> und Bretter sind gleichfalls  Frauen, wohl des Gegensatzes wegen, der hier die Körperwölbungen  aufhebt. »Holz« scheint überhaupt nach seinen sprachlichen Beziehungen  ein Vertreter des weiblichen Stoffes (Materie) zu sein. Der Name der  Insel Madeira bedeutet im Portugiesischen: Holz. Da »<strong>Tisch</strong> und  Bett« die Ehe ausmachen, wird im Traum häufig der erstere für das  letztere gesetzt und, soweit es angeht, der sexuelle Vorstellungskomplex  auf den Esskomplex transponiert. <span style="color:#3366ff;">(Freud, Sigm.: Gesammelte Schriften Zweiter Band Die Traumdeutung; Leipzig, Wien, Zürich 1925)</span></p>
<p>Der Baier sagt: «Hoiz vor da hüttn ham»  und würdigt damit eine barocke Weiblichkeit. Ist der Tisch so gedeutet,  dann fragen wir mal Hegel, warum er als Beispiel für ein  &#8216;abgeschmacktes   negativ-unendliches Urteil&#8217; anführt: «&#8230; also z.B.  der Geist [ist] nicht rot, gelb usf., nicht sauer, nicht alkalisch usf.,  die Rose ist kein Elephant, der Verstand ist kein <strong>Tisch</strong> und dergleichen. »<span style="color:#3366ff;">(Georg Wilhelm Friedrich Hegel Wissenschaft der Logik &#8211; c. Das unendliche Urteil S.324)</span></p>
<p>Der Verstand ist kein Tisch? Der Verstand ist  auch kein Tintenfass, kein Dochtschneider, kein werweißwassonst noch  beim Hegel rumstand und rumlag&#8230; Was bringt ausgerechnet Verstand und  Tisch zueinander? (Tisch = Holz = Mater-ie = weiblich?). «Man läßt aus derselben Materie eine Vielheit von  Dingen hervorgehen, die Idee dagegen soll nur ein einziges Mal  erzeugen; in Wirklichkeit kommt aus einer Materie nur ein einziger <strong>Tisch</strong>;  der aber, der die Form heranbringt, ist selbst nur einer und wird doch  der Urheber einer Vielheit. Ganz ähnlich ist es im Verhältnis des  Männlichen zum Weiblichen.» <span style="color:#3366ff;">(Aristoteles, Metaphysik.)</span></p>
<p>Ein Tisch ist ein Tisch. Von wegen!«Nur durch das Vergessen jener primitiven Metapherwelt, nur durch das  Hart- und Starrwerden einer ursprünglichen, in hitziger Flüssigkeit aus  dem Urvermögen menschlicher Phantasie hervorströmenden Bildermasse, nur  durch den unbesiegbaren Glauben, diese Sonne, dieses Fenster, dieser <strong>Tisch</strong> sei eine Wahrheit an sich, kurz nur dadurch, dass der Mensch sich als  Subjekt, und zwar als künstlerisch schaffendes Subjekt, vergisst, lebt  er mit einiger Ruhe, Sicherheit und Konsequenz: wenn er einen Augenblick  nur aus den Gefängniswänden dieses Glaubens heraus könnte, so wäre es  sofort mit seinem »Selbstbewusstsein« vorbei.» <span style="color:#3366ff;">(Nietzsche F. (1873) Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn. In: Colli &amp; Montinari (1980) KSA 1, S. 881)</span></p>
<div>Hart und starr müssen die Phänomene werden, eine Wahrheit an sich &#8211; sonst ist es mit dem Selbstbewusstsein vorbei!</div>
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